Aktuelles

Matthias Schorn

Festspielfrühling Rügen 2018 - Vorverkauf gestartet

Vom 9. bis zum 18. März 2018 veranstalten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern den 7. Festspielfrühling Rügen unter der Künstlerischen Leitung von Festspielpreisträger Matthias Schorn. In 24 Veranstaltungen spannen der österreichische Klarinettist Schorn und seine Gäste den Bogen von Kammermusik- und Orchesterwerken u. a. von Mozart, Mendelssohn Bartholdy und Schubert bis zu Jazz und Volksmusik aus Matthias Schorns Heimat. Schwerpunkte des Programms beleuchten eben jene alpenländische Musiktradition und natürlich die Klarinette als vielseitiges Instrument, das in den verschiedensten klanglichen Welten zuhause ist. Neben den Konzerten runden Künstlergespräche, eine musikalisch-filmische Hommage an die Insel Rügen und eine offene Meisterklasse das Festivalprogramm ab. Rund 30 Mitwirkende gestalten das Programm – darunter der Pianist Jarkko Riihimäki, das Doric String Quartet, die NORDMETALL-Ensemblepreisträgerin Laurène Durantel am Kontrabass, der Liedermacher Konstantin Wecker sowie die Schauspieler Julia Stemberger und August Zirner. Zu den 15 Spielstätten in zehn Orten auf der Insel gehören u. a. der Marstall und das Theater Putbus, die Kapelle in Boldevitz und die Seebrücke Sellin sowie zum zweiten Mal im Rahmen des Festspiel-frühlings die Festscheune des Guts Lebbin, der Glasbahnhof Sassnitz und das Evangelische Gemeindehaus Bergen. Der Vorverkauf beginnt am 17. August. Konzertkarten können auch im Arrangement mit Übernachtungen in den Partnerhotels und -appartements des Festspielfrühlings Rügen gebucht werden.


Intendant Dr. Markus Fein: „Noch nie war das Programm des Festspielfrühlings so bunt und lebendig. Wir laden die Besucher herzlich ein, einmalige Konzerte zu besuchen: vom Musikantenstammtisch bis zum Orchesterkonzert, von der „Benny Goodman Story“ bis zum Abend mit Konstantin Wecker. Der Festspielfrühling Rügen bietet dem Publikum die einmalige Chance, Weltklassemusiker hautnah zu erleben, alpenländische Volksmusik mit Stars der Klassikszene zu hören und lustvoll die Grenzen der Kammermusik auszuloten. Gerade zu dieser Jahreszeit hat diese wunderbare Insel eine ganz eigene Stimmung, die perfekt in unser Konzept passt.“


Der Klarinettist Matthias Schorn ist als Preisträger regelmäßig bei den Festspielen zu Gast. Der Künstlerische Leiter des Festspielfrühlings Rügen 2018 verspricht: „Gemeinsam mit Markus Fein und seinem Team habe ich mich bemüht, ein Programm auf die Beine zu stellen, welches es ermöglichen soll, einzutauchen in das Universum der Kunst, der Musik und der Menschlichkeit. Die Besucher sollen in verschiedene Welten entführt werden. Wir wollen sie träumen und nachdenken lassen. Und letztendlich sollen sie auch die Möglichkeit bekommen, Kraft zu tanken für eine Welt die immer mehr von uns abverlangt. Diese Möglichkeiten bietet die Insel Rügen gerade im eher stillen Frühling, und wir wollen sie nutzen.“

 

Das Doric String Quartet, Jarkko Riihimäki und weitere Spitzenmusiker zu Gast

Auf Einladung von Matthias Schorn residieren zahlreiche hochkarätige Künstler während des gesamten Festspielfrühlings auf der Insel: Mit dem Doric String Quartet begleitet ein Quartett die Woche, das Freunden der Festspiele wohlbekannt ist. 2008 gewann die Formation den NORDMETALL-Ensemblepreis und ist seitdem regelmäßig in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Die Pianisten Ariane Haering und Jarkko Riihimäki stehen ebenso für herausragende musikalische Qualität wie der Geiger Benjamin Schmid und die Kontrabassisten Laurène Durantel und Georg Breinschmid.  Bei den musikalischen und kulinarischen „Zugaben“ nach den Konzer-ten haben die Besucher die Möglichkeit, die Musiker persönlich kennenzulernen.


Eröffnet wird der Festspielfrühling Rügen am 9. März im Marstall Putbus durch Matthias Schorn und seine musikalischen Freunde und bereits hier wird deutlich, auf was die Besucher sich in den Folgetagen freuen können: Eine Schubertiade steht auf dem Programm und neben klassischen Besetzungen wird es auch Bearbeitungen vom Wienerlied-Duo Die Strottern, der Musicbanda Franui und Matthias Schorns Weltmusikensemble Faltenradio zu hören geben. Darüber hinaus liest die Schauspielerin Julia Stemberger aus Briefen, Tagebucheinträgen und Gedichten des bedeutenden Komponisten der Frühromantik.


Am nächsten Tag ist es erst einmal der Künstlerische Leiter allein, der im Mittelpunkt steht. Im Jagdschloss Granitz bei Binz findet ein Gesprächs- und Wunschkonzert mit und über Matthias Schorn statt. Im Gespräch wird Schorn u. a. über sein Leben als Wiener Philharmoniker und Musikant reden – zum anderen aber freilich auch selbst zum Instrument greifen. Gemeinsam mit dem Doric String Quartet spielt er Stücke von Strawinski und Berio, ansonsten richten sich die Klassikstars in bester Kneipenband-Manier nach den Vorlieben der Zuschauer und spielen ein Wunschkonzert. Doch statt Trinkliedern und Schnulzen haben die Besucher die Wahl zwischen Mozart, Weber und Haydn.


In der Vaschvitzer Kunstscheune gibt es am gleichen Tag ein ebenso außergewöhnliches Konzert zu erleben: Gespielt wird das Quartett für das Ende der Zeit in der ungewöhnlichen, aber originären Besetzung mit Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier. Der französische Komponist Olivier Messiaen vollendete das Werk zwischen den Jahren 1940/41 im Görlitzer Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A. Die Instrumentierung ergab sich aus den im Lager verfügbaren Musikern. Das Stück verarbeitet die Schrecken des Krieges, bringt aber auch Gottvertrauen zum Ausdruck. Julia Stemberger liest Texte vom Komponisten, Benjamin, Bachmann, Trakl und Zech, die die Gedanken der Autoren zu Gewalt und Verfall, Glaube und Zuversicht zum Ausdruck bringen und die Wirkung des Quartetts noch verstärkt.

 

Kammer- und Orchesterkonzerte

Traditionell hat sich der Festspielfrühling der Kammermusik verschrieben und diese kommt auch 2018 nicht zu kurz. Ariane Haering und das Doric String Quartet spüren am Dienstag, den 13. März Meisterwerken der Kammermusik nach. „Große Welt im Kleinen“ heißt das Programm, das die ganze Welt der Emotionen auf die kleine Form des Streichquartetts – teilweise mit Klavierbegleitung – verdichtet. Zwei Tage später, am Donnerstag, den 15. März wird es „Virtuos & VerRückt“: Der Geiger Benjamin Schmid und Ariane Haering geben ein Kammerkonzert mit Werken von Beethoven bis Gershwin. Denn Schmid ist nicht nur ein herausragender klassischer Musiker, sondern auch ein Jazzvirtuose. Das zeigen er und Haering mit Stücken von Paganini, Liszt und Beethoven, aber eben auch von George Gershwin, der sich als Komponist selbst zwischen den Stilen bewegte. Um „Grenzgänger & Visionäre“ geht es auch am Freitag, den 16. März. Matthias Schorn, die Fagottistin Sophie Dartigalongue, der Hornist Félix Dervaux und andere spielen etwa Strawinskis Konzertsuite „Die Geschichte vom Soldaten“. Das Werk, ursprünglich komponiert für eine Wanderbühne mit Schauspielern, Vorleser, Tänzern und Musikern, spiegelt Strawinskis Bruch mit den Traditionen wider. Ähnliches gelang Schubert mit seinem Oktett F-Dur für Klarinette, Horn, Fagott und Streicher, das beweist, wie kraftvoll und harmonisch ungewöhnliche Besetzungen klingen können. Freunde großer Besetzungen kommen am Samstag, den 10. März auf ihre Kosten. Im Putbuser Marstall spielt die Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von Sebastian Tewinkel gemeinsam mit Matthias Schorn und Alexander Neubauer am Bassetthorn. Auf dem Programm stehen Werke von Mendelssohn Bartholdy und Mozart, darunter Mozarts Konzert A-Dur für Klarinette und Orchester – eines der populärsten Klarinettenkonzerte überhaupt. Das eher selten zu hörende, aber unheimlich klangvolle Bassetthorn erklingt in Mendelssohn Bartholdys Konzertstücken Nr. 1 und 2.

 

Schwerpunkt: Volksmusik

Matthias Schorn gehört nicht nur zu den herausragenden klassischen Klarinettisten seiner Generation, der als Solist der Wiener Philharmoniker und mit anderen großen Orchestern die Konzertsäle der Welt besucht, sondern ist auch begeisterter Interpret der Volksmusik seiner Heimat. Zusammen mit Alexander Maurer, Alexander Neubauer und Stefan Prommegger, allesamt ebenfalls hervorragende Musiker mit Lehrtätigkeiten und Orchesterstellen, gründete der Künstlerische Leiter des Festspielfrühlings 2018 das Weltmusikensemble Faltenradio. Dieses Quartett können die Besucher nach dem Eröffnungskonzert am Sonntag, den 11. März erstmals in einem kompletten Konzert erleben. Mit einem Konzert auf der Seebrücke Sellin stellt sich das Ensemble den Besuchern vor und spielt Stücke von Bach, Schubert, Bernstein, Piazzolla, Breinschmid und anderen. Am Sonntagabend präsentiert die Musicbanda Franui ihre Bearbeitungen von Liedern Schuberts, Brahms’ und Mahlers. Unter dem Titel „Ständchen der Dinge“ spielt das Ensemble die Klassiker in neuem Gewand mit spritzigem Humor und Ernsthaftigkeit an den entscheidenden Stellen. Donau und Ostsee verbinden das Wienerlied-Duo Die Strottern am Montag, den 12. März. Bei einem musikalischen Ausflug zu den Kreidefelsen spielen Klemens Lendl und David Müller Stücke aus der musikalischen Weltstadt Wien, die erstaunlich gut in die beeindruckende Kulisse rund um Rügens Wahrzeichen passen. Einen Höhepunkt der Volksmusik bindet der Sänger- und Musikantenstammtisch am Mittwoch, den 14. März. Unter dem prägnanten Titel „Das Wirtshaus ist die Hochschule der Volksmusik“ erwartet die Besucher im Haus des Gastes in Baabe ein alpenländisches Gipfeltreffen auf einer der schönsten Inseln Norddeutschlands.

 

Musik ohne Grenzen

Einen weiteren Schwerpunkt des Festspielfrühlings bilden Jazz-, Pop- und Cross-overkonzerte. Am Montag, den 12. März zeigt der Schauspieler August Zirner im Binzer Loev Hotel Rügen, dass er  nicht nur vor der Kamera, sondern auch an der Querflöte zu begeistern weiß. Gemeinsam mit Jarkko Riihimäki spielt er Jazzstandards von Miles Davis, Duke Ellington, Herbie Hancock und anderen. Am Abend liest Zirner im Putbuser Theater Texte von und über einen großen musikalischen Grenzgänger: „The Benny Goodman Story“ widmet sich dem Werk und Leben des außergewöhnlichen Musikers und sucht nach Einflüssen und Weggefährten des Amerikaners. Matthias Schorn, Benjamin Schmid, Markus Kraler, Ariane Haering, Jarkko Riihimäki und das Doric String Quartet spielen Stücke von Goodman selbst, Glenn Gould, Béla Bartók und anderen. Weitere Höhepunkte umfassen einen Abend mit Konstantin Wecker am Samstag, den 17. März, der in der Nordperdhalle in Göhren in einmaliger Besetzung auftritt. Zu seinem Ensemble gehören an diesem Abend u. a. Schorn und Riihimäki. Geradezu und im wahrsten Sinne kurios geht es am Donnerstag, den 15. März zu. Im Marstall in Putbus spielt der Festspielfrühling groß auf. Hier geben sich die Künstler die Ehre, die den Festspielfrühling 2018 zu dem macht, was es ist. Dazu kommt mit HK Gruber ein international gefeierter Chansonnier, der mit seinem „Pandämonium“ Frankenstein!! Seit der Uhraufführung 1978 auf der ganzen Welt zu Gast ist. Nun kommt Gruber mit dem ungewöhnlichen Programm nach Putbus – ein außergewöhnlicher Künstler auf einer einmaligen Insel.

 

Vom Gesprächskonzert über einen musikalischen Ausflug bis zum Meisterkurs

Vielfältige Begleitveranstaltungen ergänzen die Konzertprogramme. Sie sind auf die jeweiligen Konzerte zugeschnitten und runden die Auftritte ab. Ein besonderes Angebot richtet sich an Laienmusiker: Das Doric String Quartet bietet sowohl für Einzelmusiker als auch für bestehende Ensembles einen Meisterkurs an. Informatio-nen und die Möglichkeit der Anmeldung gibt es bei Frederik Tietz, f.tietz@festspiele-mv.de.

 

Konzertkarten, Hotel-Arrangements und Festspielbus

Konzertkarten sowie das Programm des Festspielfrühlings sind bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern unter www.festspiele-mv.de oder telefonisch unter 0385 5918585 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Die Buchung von Arrangements aus Konzertkarten und Übernachtungen ist auch 2018 wieder möglich: Ab drei Übernachtungen in den Partnerhotels des Festspielfrühlings werden die Konzertkarten um 10 Prozent ermäßigt. Die Buchung von Arrangements ist telefonisch über die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Kartentelefon 0385 5918585, oder über die Partnerhotels und -appartements der Festspiele MV auf Rügen und in Stralsund möglich.
Als besonderen Service bietet die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) zu sämtlichen Abendkonzerten den „Festspielbus“ an, für den die Konzertkarte als Ticket gilt und dessen Fahrplan im Programm veröffentlicht ist.

 

Unterstützer

Ermöglicht wird der Festspielfrühling Rügen 2017 durch zahlreiche Unterstützer wie den Landkreis Vorpommern-Rügen, die Kurverwaltungen der Ostseebäder Göhren, Sellin, Baabe und Binz, die Städte Putbus und Bergen, die Tourismuszentrale Rügen (TZR), die Sparkasse Vorpommern, Ingeborg & Dr. H. Jürgen Tiemann, die Ver-kehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen, e.dis sowie die Partnerhotels und -appartements auf Rügen und in Stralsund.