Gerd Müller

Gerd Müller

Gerd Müller

Gebietsleiter Verkauf und Marketing bei der BMW Group und Musikliebhaber


Die BMW Group ist neuer, exklusiver Mobilitätspartner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Gerd Müller ist Gebietsleiter Verkauf und Marketing für die BMW Vertriebsregion Deutschland Ost. Doch nicht nur sein Beruf verbindet den erfahrenen Vertriebler mit den Festspielen, sondern auch seine große Liebe: die klassische Musik. In einem persönlichen Interview mit uns sprach er über Umzugskartons voller Konzertkarten, unsere künftige Zusammenarbeit – und natürlich Autos.


Festspiele MV: Herr Müller, wann und wie haben Sie ihre Liebe zur Kultur bzw. zur Musik entdeckt?

Müller: Ich bin durch meinen damaligen Musiklehrer auf dem Gymnasium auf die Musik gekommen. Dieser Lehrer hatte damals sogenannte „Schülerkonzerte“ im hundert Kilometer entfernten München abonniert. Einmal im Monat konnte man als interessierter Schüler ein Konzert der Münchner Philharmoniker (damals noch in der Kongresshalle des Deutschen Museums) besuchen. Diese Konzerte haben den Stein ins Rollen gebracht, denke ich. Gleichzeitig habe ich von meinem vierzehnten bis zwanzigsten Lebensjahr als Bass im Chor gesungen. Dort habe ich das gesamte Messen- und Oratorienrepertoire kennengelernt – von Händels Messias und Bachs Weihnachtsoratorium bis hin zu Haydns Schöpfung. Musik hat schon früh eine besondere Rolle in meinem Leben gespielt.

Festspiele MV: Im Festspielbüro erzählt man sich, dass Sie bis zum heutigen Tag an die tausend Opern gesehen haben sollen – stimmt das?

Müller: Ja, das stimmt. Ich habe bis heute etwa neunhundert verschiedene Opern besucht. Ich gehe auch gerne in Sinfonie- und Kammerkonzerte oder zu einem Liederabend. Alles zusammengenommen müsste ich bis zum heutigen Tag so an die viertausend Aufführungen gesehen haben. Am liebsten gehe ich jedoch in die Oper. Ich bin ein Opernliebhaber durch und durch – ein sehr kritischer wohlgemerkt – das haben im Laufe der Jahre doch einige zu hören bekommen (lacht).

Festspiele MV: Stimmt es, dass Sie all ihre Konzert- bzw. Opernkarten aufbewahren?

Müller: Ja, das stimmt. Als ich anfing, habe ich die Besetzungslisten handschriftlich in Bücher eingetragen. Heute stecke ich die jeweilige Konzertkarte und das dazugehörige Programmheft bzw. den Auszug aus dem Internet in Klarsichthüllen. Das Ganze wird dann abgeheftet – natürlich chronologisch geordnet. Früher habe ich alles sogar nach Opernhäusern sortiert – ein Ordner Bayreuth, ein Ordner Bayerische Staatsoper usw. Und hin und wieder schmökere ich auch ganz gerne in meiner Sammlung.

Festspiele MV: Von wie vielen laufenden Metern reden wir hier?

Müller: Ehrlich gesagt musste ich einen Großteil meines Archivs bereits in Umzugskartons verbannen. Ich habe gar nicht den Platz, das alles zu stellen. Bei meinen Opern-CDs kann ich das genauer sagen – es sind 90 laufende Meter!

Festspiele MV: Und nun arbeiten Sie mit dem drittgrößten Klassikfestival Deutschlands zusammen. Was reizt Sie persönlich besonders an der Arbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern?

Müller: Die Arbeit mit BMW und besonders die Arbeit mit den Händlern ist für mich ein erfüllender und ausfüllender Fulltime-Job, ein Grund warum ich meine Kulturbesuche seit einigen Jahren extrem stark zurückgefahren habe. Die große Schnittmenge zwischen der Vertriebsarbeit bei BMW und dem jungen, erfrischend und begeisterungsfähigen Festspielteam ist eine völlig neue Erfahrung für mich. Jeder ist hier mit Haut und Haaren dabei, das spürt man gleich und das steckt an. Alles läuft sehr unkompliziert und unkonventionell. Und ich kann mich selber auch persönlich mit einbringen. Das ist es, was mich besonders reizt.

Festspiele MV: Warum passen die beiden Marken BMW und Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Ihrer Meinung nach gut zusammen?

Müller: Was viele gar nicht wissen: auch BMW hat 1990 in den neuen Bundesländern bei Null  angefangen. Das haben beide Marken gemeinsam. Und beide Marken haben sich bis heute erfolgreich in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus etabliert. Gleichzeitig natürlich verkaufen die Festspiele MV Kunst auf hohem Niveau und wir sind in Sachen Autos der führende Premiumanbieter weltweit.

Festspiele MV: Sie hatten in der Vergangenheit schon öfter das Vergnügen, hochkarätige Künstler zu transferieren. Wen haben Sie da von wo nach wo gefahren? Gibt es da eine besondere Geschichte, die Sie uns erzählen möchten?

Müller: Zwangsläufig lernt man natürlich in so langer Zeit Künstler kennen. Vor vielen Jahren habe ich beispielsweise mal einen Dirigenten in München auf dem Stehplatz kennengelernt. Heute ist er Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und uns verbindet eine enge Freundschaft. Ein anderes Mal habe ich – als Fan am Münchner Bühneneingang stehend – einen anderen Fan kennengelernt, der wenig später eine berühmte Sopranistin heiratete. Und schon ist man halt drin. Schon ist man bei der Eröffnungsvorstellung der Mailänder Scala oder der Metropolitan Opera New York. Sie hat auf der ganzen Welt gesungen. Und natürlich habe ich sie dann auch hin und wieder mal gefahren.

Festspiele MV: Das klingt wirklich spannend. Welchen unserer Künstler würden Sie besonders gerne fahren?

Müller: Oh, das kann ich gar nicht sagen. Den, der dankbar darüber ist, die Freude am Fahren live zu erleben. Bei einer Sol Gabetta oder einer Hélène Grimaud würde ich natürlich auch nicht nein sagen.

Festspiele MV: Auf welches Konzert bzw. welchen Künstler in diesem Jahr freuen Sie sich besonders?

Müller: Auf die Schubertiade mit Christian Gerhaher im Sommer in Wismar. Bei dem habe ich schon mein Kreuzchen gemacht. Und natürlich auf viele andere spannende Konzertprogramme an begeisternden Festspielorten.

(13.01.16)

Gerd Müller und Markus Fein in Ulrichshusen