Spielstätten der Festspiele

Bergen, St.-Marien-Kirche
Billrothstraße 1 18528 Bergen auf Rügen www.kirche-bergen.de

Der Bau der Marienkirche wurde um 1180 unter Jaromar I. als romanische Basilika mit Querschiff begonnen. Ursprünglich war sie als Herrschaftskirche bestimmt, doch der Lehensfürst Jaromar musste seine Pläne ändern, um die dänischen Lehnsherrn nicht zu reizen. 1193 als Klosterkirche des Nonnenklosters Bergen geweiht, zählt die Kirche zu einem der frühesten Ziegelgebäude der Gegend, darüber hinaus ist es das älteste erhaltene Gebäude Rügens. Während der Ostteil romanisch ist, gehören Langschiff und Obergeschoß des Querbaus der Gotik an. Der wertvolle Wandmalerei-Zyklus mit biblischen Motiven im Chor und östlichen Querbau entstammt der Romanik. Ein Taufbecken aus dem 14. Jh. und die Barockkanzel von 1776 sind beachtenswerte Ausstattungsstücke. Der Altar stammt aus der Zeit um 1730, die Kronleuchter stammen aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die große Kirchenglocke ist aus dem Jahre 1445. Seit dem großen Stadtbrand ertönt sie über Stadt und Land. Sie ist ca. 60 Zentner schwer und hat am Hals in gotischer Minuskelschrift die Inschrift: „O, rex glorie, Christ, veni cum pace!“ („O Christus, König des Ruhmes, komm mit Frieden“.) In der Zeit von 1896 bis 1903 erfolgte die letzte große Restaurierung der Kirche. Dabei wurden auch die Wandmalereien restauriert und ergänzt, die nach der Reformation übermalt worden waren. Kurioses ist an der Nordseite des Turmes zu entdecken: Das Ziffernblatt der Kirchturmuhr ist seit der Restaurierung im Jahr 1985 in 61 Minuten unterteilt. 2004 wurde die Marienkirche in die „Europäische Route der Backsteingotik“ und 2005 in das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ aufgenommen.

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