Spielstätten der Festspiele

Ungewöhnlich groß für das recht kleine Bützow verrät der als „Bischofsmütze“ bezeichnete achtseitige Turmhelm die Geschichte der Stiftskirche St. Maria, Johannes und Elisabeth. Von 1239 bis 1549 war Bützow nämlich die Hauptresidenz der Bischöfe von Schwerin und die im 13. Jahrhundert erbaute Backsteinkirche war ursprünglich als Dom gedacht. Heute beeindruckt die gotische Hallenkirche vor allem mit ihrem Marienaltar von 1503 und der Friese(III)-Orgel von 1877. Dabei weist der Altar eine skurile Besonderheit auf: Im Mittelschrein, der den Tod Marias darstellt, trägt einer der sie umstehenden Apostel eine Brille. Plastische Darstellungen von Brillen, etwa als Holzschnitzerei, sind äußerst selten, erst recht im Mittelalter. Es ist somit wahrscheinlich eine der ältesten, möglicherweise sogar die überhaupt älteste plastische Darstellung einer Brille. Im Mai 2015 verwüstete ein Tornado die Innenstadt von Bützow und zog auch die Kirche in Mitleidenschaft. Bis dahin mühevoll renovierte Teile der Kirche bedürfen seitdem wiederum einer Erneuerung.

Konzerte der Spielstätte

Bützow Vocalissimo
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