Spielstätten der Festspiele

Hohen Luckow, Schloss
Rostocker Straße 18239 Hohen Luckow www.guthohenluckow.de

Das Schloss genannte Herrenhaus wurde 1707 von Christoph von Bassewitz in Auftrag gegeben und im 19. Jahrhundert mit den zwei signifikanten Türmen ergänzt. Es überrascht vor allem mit seinem üppig gestalteten Rittersaal im Obergeschoss, der mit reichen Stuckreliefs und einem umlaufenden Fries von gemalten Wappen als Ahnengalerie glänzt. Die Geschichte des Gutes beginnt Anfang des 14. Jahrhunderts mit Heinrich von Bassewitz, dessen Nachfahren erst 1810, 500 Jahre später, Hohen Luckow verlassen und an die Hamburger Kaufmannsfamilie von Stenglin verkaufen. Von 1840 an bewohnt die Familie von Brocken das Gut. Nach der Enteignung 1945 wurde Hohen Luckow volkseigenes Lehr- und Versuchsgut mit Tier- und Pflanzenproduktion sowie einer Pferdezucht. Von der Verwaltung stets renoviert und gepflegt, übersteht die Anlage die DDR-Zeit recht gut. 1994 gehen Schloss und Gut zurück in private Hände. Dabei ist es das Bestreben der neuen Besitzer, den ursprünglichen Charakter des Gutes zu pflegen. So wird heute wieder Landwirtschaft mit Ackerbau und Milchviehzucht betrieben. Die historischen Gebäude finden als Stallungen und Werkstätten Verwendung. Das denkmalgeschützte Herrenhaus wurde als Wohn- und Gästehaus umfangreich restauriert und der berühmte Rittersaal steht für kulturelle Veranstaltungen offen. Der angrenzende wunderschöne Landschaftspark mit einem Skulpturenrundgang lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Im Sommer 2015 findet hier die Ausstellung “Perspektiven aus Stahl, Stein, Holz“ statt.

Weltbekannt wurde Hohen Luckow, als am Vorabend des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007 Bundeskanzlerin Angela Merkel hier ein kleines Dinner mit Konzert für ihre Gäste abhielt, darunter George W. Bush, Wladimir Putin, Tony Blair und Nicolas Sarkozy. Die Gäste lauschten übrigens auf Vorschlag der Festspiele MV dem Geigenspiel unserer Preisträgerin Julia Fischer.