Spielstätten der Festspiele

Als der Schweriner Hof es 1765 dem französischen Vorbild gleichtat und seinen Sitz in das „mecklenburgische Versailles“ Ludwigslust verlegte, wurde offensichtlich mit Wonne Neues ausprobiert und gerne mit Gewohntem gebrochen. Bestes Beispiel ist die 1770, und damit noch vor dem Schloss, fertig gestellte Hofkirche, deren Portikus mit den dorischen Säulen, den Evangelistenstatuen und dem Christusmonogramm eher an einen Tempel erinnert und so gar nicht zu den Backsteinkirchen Mecklenburgs passen will. Im Inneren gibt es noch mehr Ungewohntes: Ein Riesengemälde, das die Verkündung der Geburt Christi an die Hirten durch den Engel Gabriel darstellt, und an dem 30 Jahre gemalt wurde, bedeckt die gesamte Altarwand. Die Decke wird von jeweils sechs riesigen dorischen Säulen links und rechts des Raumes getragen und zum Altar führen zwei geschwungene Freitreppen. Die Herzogsloge gleicht der eines Theaters und die Orgel versteckt sich hinter dem Altarbild. Typisch Ludwigslust: Lüster, Ornamente und Stuck bestehen aus mit Kalk bestrichenen und teilweise vergoldetem Pappmaché, der kostengünstigen Alternative zu Granit, Marmor oder Edelmetall, mit der auch große Teile des Schlosses ausstaffiert wurden. Vom 350 qm großem Monumentalgemälde bis hin zum Goldlüster aus Papier: gewollt war der Effekt – und der wirkt zweifellos bis heute!

Konzerte der Spielstätte

Ludwigslust Ein Fest für die Musik aus MV: Herzog Friedrichs Festkonzert
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Ludwigslust Ein Fest für die Musik aus MV: Herzog Friedrichs Nachtmusik
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