Spielstätten der Festspiele

Neubrandenburg, Reparaturwerk (RWN)
Nonnenhofer Straße 15 17033 Neubrandenburg rwn-art.jimdo.com

Der VEB Reparaturwerk Neubrandenburg (kurz: RWN) wurde 1953 mit der Aufgabe gegründet, Militärfahrzeuge der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, aber auch der anderer Warschauer-Pakt-Staaten, insbesondere der Sowjetunion, instand zusetzen. Hierfür nutze man die übergebliebenen Hallen der einstigen Torpedo-Versuchsanstalt. Diese war 1941 von der Wehrmacht gegründet worden, um im Tollensesee mittels Forschung die Laufrichtung der deutschen Torpedos zu präzisieren, um so die Trefferwahrscheinlichkeit im späteren Einsatz zu erhöhen. Das Hauptaugenmerk für das RWN wurde auf den Panzertyp T-34 gelegt, später kamen weitere Schützenpanzer und Spezialfahrzeuge sowie die Panzerserien T-55 und T-72 hinzu. Als Rüstungsbetrieb unterlag die Arbeit im Werk der Geheimhaltung und durfte nicht öffentlich gemacht werden. Vereinzelte Geschäfte, u.a. mit dem Iran, waren zudem politisch brisant und wurden öffentlich verschwiegen. Die Mitarbeiterzahl des RWN stieg von anfänglich 700 schnell auf über 2.000 an. Ende der 80er Jahre zählten dann schließlich über 5.000 Mitarbeiter zum Betrieb, der damit der größte Arbeitgeber der Region war. Die Wende brachte das Ende der NVA und des Warschauer Paktes mit sich und damit eine neue Aufgabe: Abrüstungs- und Verschrottungsaufträge. Doch schon 2001 musste aufgrund mangelnder Aufgaben der Betrieb endgültig eingestellt werden. Große Teile des Geländes gingen an die Stadt, die wiederum an Investoren verkaufte. Geplant ist nun ein vielfältiges Nebeneinander von Kultur, Industrie, Freizeit und Wohnen.