Spielstätten der Festspiele

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Rühn wurde 1232 gegründet und reich dotiert. Es erwarb im Lauf des 13. Jahrhunderts viele Einkünfte und Bodenbesitz; in Kolberg im Bistum Kammin wurde gar ein Filialkloster gegründet. In den Anfängen auch noch von Bürgerlichen frequentiert, treten ab ca. 1500 fast nur noch adlige Damen in das Kloster ein. Bis zur Umwandlung in das Amt Rühn 1756 und zur Schließung des Klosters auf herzogliche Verfügung leitete mit geringen Unterbrechungen stets eine Herzogin von Mecklenburg das Kloster. 1581 erfolgte die Neuordnung durch Herzogin Elisabeth mit der Stiftung einer Mädchenschule. Die Anlage war ursprünglich durch die Westseite des Kreuzgangs auch nach Westen abgeschlossen. In den 1920er Jahren wurde die Anlage als Erholungsheim einer Krankenkasse genutzt, was Umbauten mit sich brachte. Weitere Umbauten erfolgen für die Nutzung als sogenannter Jugendwerkhof seit 1964. Trotzdem hat sich in weiten Teilen noch mittelalterliche Bausubstanz aus dem 3. Viertel des 13. Jahrhunderts bis zum 15. Jahrhundert erhalten. Die Klosteranlage bildet mit ihren Gebäuden und der Kirche heute eine dreiflügelige Anlage. Dabei nimmt die flach gedeckte Backsteinkirche von ungewöhnlicher Länge (43 m) aus der Zeit um 1280 die Nordseite ein, während die Ost- und Südseite von den ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden des Klosters und Neubauten gebildet werden. An der Südseite der Kirche ist ein Teil des Kreuzgangs erhalten. Der südliche Teil des großen ehemaligen Klostergartens ist mit einer Backsteinmauer eingefriedet, die von zwei Toröffnungen mit Pfeilern durchbrochen ist. Vom westlichen Tor führt ein Weg mit sehr altem Baumbestand in den Klosterbezirk.

Das Kloster Rühn und sein Trägerverein erhielt 2010 den Nordkurier-Spielstätten-Preis der Festspiele MV als besonders innovativer und vorbildlicher Kultur- und Konzertort.

Konzerte der Spielstätte

Rühn Das Preisträger-Projekt in Rühn
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