Spielstätten der Festspiele

Teterow, Stadtkirche St. Peter und Paul
Schulstraße / Kirchplatz 17166 Teterow

Die Stadtkirche St. Peter und Paul ist ein typischer Bau der norddeutschen Backsteingotik und wurde ab 1215 erbaut. Die ältesten Teile der Kirche mit dem Chor und der Sakristei auf der Nordseite sind spätromanisch. In der Kirche befinden sich wertvolle mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert. In den folgenden Bauphasen wurde die Kirche als gotische Basilika ausgeführt, so wurden im 15. Jahrhundert zwei Seitenschiffe ergänzt, die sehr hoch ausgeführt sind und die ursprüngliche Konstruktion des Mittelschiffes überdecken. Der in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete quadratische Turm hat eine Höhe von fast 40 Metern. 1877 bis 1880 erfolgte eine größere Erneuerung im Stil der Zeit, bei dem die Nordseite stark verändert und auch die Sakristei von der Nordseite auf die Südseite verlegt wurde. Der als Doppelflügelaltar gestaltete geschnitzte frühere Hauptaltar (Marienkrönungsaltar) zeigt ganz geöffnet eine Marienkrönung und die zwölf Apostel mit Paulus und Stephanus sowie weitere 17 Heilige in einem schmaleren Streifen darunter. Wird das erste Flügelpaar geschlossen, so zeigt sich ein Gemäldezyklus zur Passion in 16 Einzeldarstellungen. Die Malereien auf den Aussenflügeln, die sichtbar werden, wenn der Altar ganz geschlossen wird, sind hingegen verloren. Der Altar steht heute an der Westwand des nördlichen Seitenschiffs. Ein kleinerer Nebenaltar an einer Seitenwand zeigt ein Marienbild. Ein alter, großer Taufstein (Fünte) aus Granit mit Verzierungen gehört zu den besten Arbeiten dieser Art im Lande, wurde aber teilweise beschädigt. Eine ehemalige Kanzel stammt ebenfalls aus der Renaissance und ist heute im Turmraum aufgestellt. Der Großteil der heutigen Ausstattung (Altar, Kanzel, Bänke) stammt aus der Zeit der neugotischen Erneuerung von 1877/80.

Seit dem 9. November 1990 steht in der Kirche ein Mahnmal eines Teterower Schmiedes für die Wendezeit. Es wurde auf Anregung des damaligen Pastors Martin Kuske aus dem Stahl eines Schützenpanzerwagens gefertigt und trägt das Bibelzitat „Schwerter zu Pflugscharen“, das von der Friedensbewegung in der DDR verwendet wurde.

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