Freude im Hotel Tucholski (24.11.2011)

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Festspiele MV und Nordkurier ehren Hotel Tucholski in Loitz
Spielstättenpreis an Barbara Tucholskis „Schloss meiner Erinnerung“
Im August 2011 spielten Daniel Hope und das David Orlowsky Trio ein Konzert im Hotel Tucholski in Loitz, heute ehrten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und der Nordkurier das Haus mit dem Spielstättenpreis 2011. Wirtschaftsminister Harry Glawe, Intendant der Festspiele MV, Dr. Matthias von Hülsen, und Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher würdigten das Engagement der Geschwister Peter und Barbara Tucholski für den Ort und die gesamte Region.
„Der Preis zeichnet neue Spielstätten der Festspiele aus und unterstützt damit private Initiative, ehrenamtliches Engagement und musikbegeisterten Enthusiasmus“, sagte Wirtschaftsminister und Jurymitglied Harry Glawe. „Die Spielstätten sind echte und wertvolle Visitenkarten für Mecklenburg-Vorpommern, sie sind ein klares Bekenntnis zur Kultur in der Landschaft und stehen für die charmante Verbindung von Kultur und Tourismus im historischen Ambiente.“
Der Nordkurier und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verleihen den mit 5.000 Euro dotierten Preis seit 2010 an neue Spielstätten, in denen sie besonderes Entwicklungspotenzial sehen. 2010 ging der Preis an das Kloster Rühn. Die Bewertung der Jury erfolgt im Hinblick auf das Potenzial der langfristigen Nutzung als Spielstätte für die Festspiele MV. Kriterien sind u. a. die Akustik, die regionale Lage und die finanzielle Hintergrundsituation. Das Preisgeld ermöglicht die Instandsetzung, die Weiterentwicklung und ggf. den Ausbau der Spielstätte.
Lutz Schumacher, Geschäftsführer des Nordkurier und Jurymitglied: „Ich freue mich, dass in diesem Jahr mit dem Hotel Tucholski aus Loitz der Preisträger aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald kommt. Der Nordkurier ist mit der Lokalausgabe ‚Vorpommern Kurier’ die regionale Tageszeitung für Loitz und Umgebung. Ich selbst habe die Spielstätte im Sommer besucht und war begeistert vom Charme und Esprit. Ich bin überzeugt, dass dem Hotel Tucholski als Spielort der Festspiele MV eine großartige musikalische Zukunft bevorsteht.“
Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV und Jurymitglied: „Auch nach über 20 Jahren entdecken wir hier im Land immer wieder neue, spannende Spielstätten. Besucher, Musiker und Team waren begeistert von dem überraschenden Gesamtkunstwerk, das sich hinter den unscheinbaren Mauern des Hotel Tucholski verbirgt. Wir haben dort ein grandioses Konzert in einer sehr inspirierenden Atmosphäre erlebt – mit den Geschwistern Tucholski als großartigen Künstlern und fantastischen Gastgebern.“
Das Hotel Tucholski ist Geburtshaus und heutige Wirkungsstätte der Künstlerin Barbara Tucholski. 1953 hatte sie Loitz mit ihrer Familie gen Westen verlassen, 1989 kehrte sie zurück. Unter dem Titel „Das Schloss meiner Erinnerung“ ist das Hotel Tucholski ein Gesamtkunstwerk ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Am 4. August 2011 spielten Daniel Hope (Geige), Vincent Segal (Violoncello) und das David Orlowsky Trio in der Reihe Künstlerstätten der Festspiele MV u. a. die Uraufführung „The Given Note“ des irischen Komponisten David Bruce. Ausgestellt waren außerdem Klangskulpturen von Peter Tucholski.
Die Künstlerin Barbara Tucholski freute sich über die Auszeichnung: „In der Folge des Gesamtkunstwerkes ‚Im Schloß meiner Erinnerung’ gründete sich 2008 der Kunstverein Loitz e.V.. Sein Ziel ist es, mit überregionaler Kunst und der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Loitz der Region neue Lebensenergien zuwachsen zu lassen. In Verbindung mit dem Hotel Tucholski als Spielstätte der Festspiele MV könnte Loitz eine kleine, aber feine Kunststadt werden.“