Normalerweise musiziert Anastasia Kobekina auf einem 300 Jahre alten Cello von Antonio Stradivari, das sie wie ihren Augapfel hütet. Doch am 14. Juni in Wittenburg verfiel die Künstlerin dem Charme eines anderen Instruments: dem des Festspiel-Cellos. Angeschafft wurde es tatsächlich zu Ehren von Anastasia Kobekina, die als Preisträgerin in Residence 2025 den Festspielsommer prägte. Stradivari Konkurrenz zu machen, das war freilich nicht im Entferntesten geplant.
Das robuste rote Cello war als Maskottchen gedacht, um Festspielgäste zu verführen, einmal selbst ein Instrument in die Hand zu nehmen, womöglich ein paar Striche mit dem Bogen zu probieren, Spaß zu haben und Erinnerungsfotos zu schießen. Das kam bestens an und wunderbarerweise nicht nur beim Publikum! Viele Künstler:innen ließen es sich nicht nehmen, dem roten Cello ihre Referenz zu erweisen, wie das Fototagebuch des Instruments beweist.
Hier unser Rückblick!
14. Juni 2025, Wittenburg:
Anastasia Kobekina schnappt sich das rote Cello und gibt ein Ständchen.
18. Juni im Schloss in Schwiessel:
Arnau Rovira i Bascompte vom Trio Orelon hat sein eigenes Instrument mal eben beiseitegestellt.
19. Juni, Loitz:
Klarinettist Matthias Schorn fremdverliebt!
20. Juni, Konau:
Das Maskottchen leuchtet durch den Sommertag und wartet auf einen beherzten Gast, der es zum Klingen bringt.
19. Juli 2025 in Wismar:
Das rote Cello hat sich zu den neuen Festspielpreisträger:innen auf‘s Gruppenfoto geschmuggelt. Im Vordergrund: Das Leonkoro Quartett, die Trompeterin Lucienne Renaudin Vary (links) und der Pianist Giorgi Gigashvili (rechts).
und:
Lukas Schwarz vom Leonkoro Quartett mit einem spontanen Ständchen
26. & 27.07.2025: 360° Festspiele MV
Das Geburtstagswochenende auf Schloss Ulrichshusen
Der Violinist und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian wechselt spontan das Instrument.
Konstantin Heidrich vom Fauré Quartett: Spielen und Genießen
Auch Daniel Müller-Schott kommt nicht vorbei am roten Cello.
Intendantin Ursula Haselböck: bestens abgestimmt mit Kleid und Cello

Das rote Cello hat es auf die große Bühne geschafft!
Ursula Haselböck mit Harriet Krijgh sowie Bryan Cheng und Leonard Disselhorst in der Festspielscheune
14. September, Neubrandenburg:
Anastasia Kobekina sagt Adieu!

Achtung, Spoiler: Auch im Sommer 2026 geht das rote Cello wieder mit dem Festspielteam auf Konzert-Tour, wird zwischen Anklam und Zarrentin auf Wiesen, neben Scheunen, Kirchen und Gutshäusern auf begeisterte Gäste warten, die an seiner Seite ihren Festspielmoment festhalten möchten.
