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Celia Verlemann
Celia Verlemann

Wilder Ritt mit klarem Ziel

Celia Verlemann über ihre Ausbildung bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern

Manchmal schaue ich schon etwas neidisch auf die Bühne und würde selbst gern dort oben stehen. Ein Publikum so richtig mitzureißen, das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich selbst hätte eigentlich gerne Schauspiel studiert, denn schon als Schülerin habe ich in einer Theatergruppe gespielt und selbst auf der Bühne gestanden. Nach meinem Realschulabschluss haben mich aber auch der soziale Sektor und die Medien gereizt. Das führte mich zuerst für ein Au-pair nach Irland und danach für mein Freiwilliges Soziales Jahr zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Eigentlich verrückt, denn mit klassischer Musik hatte ich bis dahin so gar nichts am Hut.

Heute kann ich sagen: Was für ein Glück, dass ich in dieser Branche gelandet bin!

Celia Verlemann

Ab 2018 habe ich mein FSJ Kultur in der Marketingabteilung der Festspiele absolviert und bereits hier die breite Masse an Tätigkeiten bei einem Klassikfestival kennengelernt. Die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau kam für mich zunächst gar nicht in Frage: Für all die Abläufe in der Konzertvorbereitung habe ich mich für viel zu unorganisiert gehalten. Aber weil ich mich im Festspielteam von Anfang an total wohl gefühlt habe, habe ich mich umso mehr gefreut, dass mir schließlich ein Ausbildungsplatz angeboten wurde.

Was mir an meiner Ausbildung gefällt, ist unsere große Eigenverantwortung. Wir bekommen unglaublich viel Vertrauen geschenkt, werden aber gleichzeitig nie allein gelassen: Bei Fragen stehen uns Auszubildenden alle Türen offen und wir werden von allen mit Rat und Tat unterstützt. Da wir nach und nach alle Abteilungen im Unternehmen durchlaufen, werden wir einerseits fachlich auf Vieles vorbereitet — vom Schreiben einer Pressemitteilung bis hin zum Vorbereiten ganzer Probenpläne —, andererseits wird unsere Sozialkompetenz extrem gefördert. Wenn wir bei Konzerten dann als Veranstaltungskoordinator oder -koordinatorin plötzlich ein Team organisieren und führen müssen, dann fließen hier unsere Erfahrungen aus allen anderen Abteilungen mit ein. Darauf freue ich mich jedes Mal — eine Saison mit all ihrem positiven Stress zu erleben. Auf diesen wilden Ritt zu gehen und ihm so viel Richtung zu geben, dass ich ihn am Ende selbst gestalten kann — und er auch noch ganz viel Spaß macht.