Spielstätten der Festspiele

 

Ribnitz-Damgarten, Kirche des ehem. Klarissenklosters

Im Kloster 1-2
18311 Ribnitz-Damgarten
www.deutsches-bernsteinmuseum.de

1323 stiftete Fürst Heinrich der Löwe (Heinrich II. von Mecklenburg) ein Kloster für den Klarissenorden, der als seine Gründerin und Regelgeberin die Heilige Klara von Assisi (1193-1253) besonders verehrte. Es blieb das einzige Kloster dieses Ordens in Mecklenburg. Reich mit Grundbesitz ausgestattet entwickelte es sich schnell zu einem bedeutenden Konvent. An seiner Spitze stand zumeist eine Tochter aus dem Mecklenburger Fürstenhaus. Eine in niederdeutscher Sprache verfasste Klosterchronik erzählt ausführlich von den Geschicken des Klosters. Die durch den einstigen Franziskanermönch und Lesemeister der Nonnen, Lambrecht Slaggert aus Stralsund zwischen 1522 bis 1533 angefertigten Niederschriften sind ein einzigartiges Zeugnis nordeuropäischer Klostergeschichtsschreibung.

In dieser Chronik finden sich auch manche Hinweise auf die einstigen Klostergebäude. Die ältesten umfangreichen Beschreibungen der gesamten Klosteranlage wurden in den Jahren 1599 und 1620 angefertigt. Aus diesen Beschreibungen lässt sich die mittelalterliche Struktur des Klosters heute gut ablesen. Die Nonnen lebten in ihren Zellen. Es gab einen gemeinsamen Essen- und Schlafraum. Das Zentrum bildet die noch heute einzig aus der mittelalterlichen Struktur erhaltene Klosterkirche mit ihrer Nonnenempore. Sie ist ein Bau des ausgehenden 14. Jh. und wurde 1393 geweiht. Besonders wertvoll ist der Erhalt der einstigen Nonnenempore im Westen der Kirche. Die heutige, in gotischen Formen gestaltete Ausstattung des Kirchenschiffs, stammt aus den Jahren nach 1840.

Als Teil des Deutschen Bernsteinmuseums lässt sich die Geschichte des einstigen Klosters und seiner Bewohnerinnen in einer gelungenen Ausstellung nachverfolgen.

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