18279 Vietgest
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Das beeindruckende Vietgester Herrenhaus ist von der Güstrower Chaussee, die Teterow mit Güstrow verbindet, nicht zu übersehen. Vietgest ist ein markantes Beispiel barocker Bauweise des späten 18. Jahrhunderts in Mecklenburg. Das Haus wurde von dem Baumeister Johann Friedrich Busch für den Geheimen Kabinettsrat Johann Friedrich Boldt entworfen. Bis heute ist dieser zweigeschossige Bau über 11 Achsen und mit zwei gebäudeverlängernden Flügeln im wesentlichen unverändert erhalten geblieben. 1819 erwarb Baron Cornelius von Herzeele bei einer Versteigerung das Gut. 1841 ging das Gut an Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe, dessen Familie im Kreis Güstrow über fast 7.000 ha Grundbesitz verfügte. Während seiner Zeit entstand eine Vielzahl der Wirtschaftsgebäude. Seine Nachfahren waren dann auch die letzten Besitzer des Gutes bis zur Enteignung 1946. Danach wurde das Haus viele Jahre als Ferienheim der DDR-CDU genutzt. Zwischen 1985 und 1990 wurde es restauriert und danach als Hotel weitergeführt. Von 2013 bis 2019 sanierte der neue Eigentümer aufwendig die Fassade und das Dach und verkaufte das Haus an Miriam Hager, die die Sanierung in den Innenräumen fortführte und dort nun regelmäßig Seminare, Events, Lesungen und Konzerte ausrichtet.
Der Landschaftspark lädt mit einem Wandelgang, einem Teich, großzügigen Freiflächen und sehr altem Baumbestand zum Spaziergang ein.

